Ausgerechnet Hexe?!

 

Es begab sich zu einer Zeit, als ich auf Mittelalter-Märkten und Brauchtumsfesten mit  Geigen und Singen mein Geld verdiente.

Viele begeisterte mein Spiel und um mir ein Kompliment zu machen, sagten sie mir „Teufelsgeige“. Dem konnte ich nur entgegnen, daß ich eine anständige Hexe sei, gerne mit Pan, Cernunnos oder Shiva tanze aber mit dem Teufel der katholischen und sonst wie inszenierten und institutionalisierten Kirche nichts zu tun haben möchte.

 


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Wer an den Teufel im Sinne Satans glaubt, glaubt auch an einen monotheistischen Christen-Gott, einen HERRscher, der sich die Erde zu untertan macht und dies auch von seinem Gefolge verlangt. Wohin uns diese Art der Ausbeutung unseres Planeten geführt hat, ist hinlänglich bekannt.

Pan, Cernunnos und Shiva stellen den männlichen Part (Tanzpartner!) der Göttin dar.


 
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HEXENGEIGE

 

Das ist genau meine Art des Geigenspiels.

Geradliniger, mitteleuropäischer Folk verschiedener Epochen mit
orientalischen Einflüssen.


 
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Ich bin eine Hexe, weil ich an die Göttin glaube.

Ich bin eine Hexe, weil mir weibliche Spiritualität mehr sagt und gibt als eine profane, auf Machtinstrumenten basierende Religion.

Die Rituale der Göttin sind nicht starr an irgendeinen Kodex gebunden, vielmehr kann ich mit Lust an Spiel & Tanz Transzendenz erfahren. Sie gleichen vielmehr einer Performance, was soviel wie „aktives Handeln“ oder „mit Sorgfalt durchführen“ bedeutet. Ich kann selber entscheiden, welche Elemente ich in mein Ritual mit einbeziehe.
 

 

Einen guten Einblick in das Thema gibt auch das Buch “Die Stimme der Göttin, Weibliche Weisheit entdecken und erfahren”

Herausgegeben von Renate Schilling mit Beiträgen von Angelika Aliti, Luisa Francia, Starhawk, Maureen Murdock, Susun S. Weed u.v.a.

Heyne Verlag München 1999

 

 

Ich freue mich über interessanten philosopischen und spirituellen Austausch zu diesem Thema, was mir sehr am Herzen liegt.

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© Mechthild Janda